Bulgarien kann auf eine 1300-jährige Geschichte zurückblicken.
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Bulgarien kann auf eine 1300-jährige Geschichte zurückblicken.
Zahlreiche kultur-historische Zeugnisse vieler Völker wie Thraker, Byzantiner, Griechen und Osmanen finden sich auf dem Territorium des heutigen Bulgariens.
Zu den bedeutendsten Funden zählen die weltbekannten thrakischen Goldfunde bei Panagjurischte sowie die Ausgrabungen thrakischer Grabstätten bei Sweschtari.
Im 5. - 7. Jahrhundert wanderten slawische Völker in die byzantinischen Gebiete und bildeten zwischen Donau und Balkan Gebirge den ersten slawischen Staat.
Die Protobulgaren überschritten in der 2. Hälfte des 7. Jahrhunderts unter Asparuh die Donau und schlossen ein Bündnis mit dem Staat der sieben slawischen Stämme.
Durch Kaiser Konstantin IV. von Byzanz wurde 861 n. Chr. der Staat der Bulgaren und Slawen anerkannt.
Pliska ist die erste Hauptstadt Bulgariens. Der erste Bulgarische Staat existierte bis zum Jahr 1018.
Während der Regierung von Khan Boris (852-889) wurde das Christentum als offizielle Religion eingeführt (865).
Die beiden hoch gebildeten Brüder Kyrill (826-869) und Method (815-885) schufen 855 das erste Alphabet "Glagoliza". Die graphische Darstellung der glagolitischen Buchstaben entsprach der slawischen Aussprache. Das neue Alphabet wurde später vereinfacht und zu Ehren von Kyrill "kyrillisch" genannt.Die bulgarische Sprache war zu dieser Zeit neben der griechischen und lateinischen die einzige nationale geschriebene Sprache in Europa!
Unter der Herrschaft von Zar Simeon (893-927) erreichte das Land sein "Goldenes Zeitalter". Als Hauptstadt wurde Preslav erbaut.
Nach dem Tod von Zar Simeon fiel Bulgarien unter byzantinischer Herrschaft.
1185 brach der Aufstand von Assen und Peter im Land aus. Das zweite Bulgarische Reich mit der Hauptstadt Tarnovo entstand.
Im Jahr 1235 erhielt das bulgarische Kirchenoberhaupt den Titel Patriarch.
Im Jahr 1396 fiel das Land unter osmanische Herrschaft.
Eine Reihe von Klöstern bewahrten die bulgarische Kultur und Religion über die 500-jährige Fremdherrschaft der Osmanen, darunter das Rila-Kloster (im Rila Gebirge), das Batschkovo-Kloster (in den Rhodopen), das Kloster Sweta Troitza bei Etropole und viele andere...
Nach dem Befreiungskrieg gegen das Osmanische Reich (1877-1878) wurde Sofia, heute die größte Stadt des Landes, zur Hauptstadt des bulgarischen Königreichs und später nach der Unabhängigkeit (1908) zur Hauptstadt von Bulgarien ernannt.
Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen im Bulgarien (1944) wurde der Kommunismus eingeführt. Bis 1989 blieb die Machtposition der kommunistischen Partei mit Todor Schiwkov (1962-1989) an der Spitze unangefochten. Infolge der in ganz Osteuropa stattfindenden Reformen musste er zurücktreten.
Bulgarien ist seit dem 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union und seit 2004 Mitglied der NATO. Weiter ist Bulgarien unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), des Kooperationsrates für Südosteuropa (SEECP) und der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (BSEC).