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Die steinerne Hochzeit ist eine Felsformation, die ich in der Nähe des Dorfes Simselen/Zimzelen, etwa 3 km von Kardzhali, befindet. Die Steinerne Hochzeit ist auch mit dem Namen "Die Steinpyramiden" bekannt. Die rosaroten, gelben und rostfarben Felsen bilden seltsame Figuren - Pyramiden, Vögel, Tiere und Menschen.
Es gibt viele Legenden über die Steinerne Hochzeit und hier werden wir eine von denen erzählen:
Ein hübscher junger Mann verliebte sich sterblich in ein bezaubernd schönes Mädchen aus dem benachbarten Dorf. Die junge Frau trug immer ein Kopftuch. Der Bursche konnte nur ihre fesselnden Augen sehen, aber nie ihr ganzes Gesicht. Er wurde krank vor Sehnsucht nach ihr.
Sein Vater war besorgt und ging zu ihrer Familie, um die Hand der Tochter anzuhalten.
Er hatte nach alter Tradition viele Geschenke und Gold mitgebracht.
Gesagt, getan - eine Hochzeit wurde vereinbart.
Alle Hochzeitsgäste machten sich auf dem Weg nach Simselen/Zimzelen.
Die Braut, ganz weiß gekleidet, ritt einen Maulesel. Sie war glücklich, aber ihr Zuhause kam ihr immer wieder in den Sinn.
Der Schwiegervater ging neben ihr. Ein Windstoß hob plötzlich den Brautschleier leicht an. Die unbeschreibliche Schönheit des jungen Mädels traf ihn ins Herz. Teuflische Gedanken brachten ihn um den Verstand.
Der Wind schien diese Gedanken gehört zu haben und wurde immer heftiger und heftiger.
Ein Sturm brach aus und die fein gemachte Braut auf ihr Maulesel verwandelte sich in einem Stein.
Der Schwiegervater und die Hochzeitsgäste erstarrten auch zu Steinen gleich danach.
Nur der Bräutigam schien überlebt zu haben. Er schrie vor Kummer und wünschte sich, er wäre auch einen Stein. Und da geschah es...
Manchmal glitzert eine Pfütze vor diesem Gestein - die Tränen des jungen Bräutigams.