made4Travelmade4Travel

 / Home / & more... / News & Artikel / Marokko - ein zauberhaftes, unvergleichlich schönes Urlaubsland

Montag 12. März 2018
Kategorie: Reiseziele, Afrika, Marokko

Marokko - ein zauberhaftes, unvergleichlich schönes Urlaubsland


Unterwegs in Marokko - begleiten Sie den Kunsthistoriker Karl Plepelits während seiner zahlreichen Reisen durch das zauberhafte, unvergleichlich schöne Land Marokko.


"Unterwegs in Marokko. Reiseroman" von Karl Plepelits

"Unterwegs in Marokko. Reiseroman" von Karl Plepelits

 

Der Kunsthistoriker und Reiseleiter Karl Plepelits stellt sein Buch "Unterwegs in Marokko" vor.

Der Reiseroman stellt ein informatives Sachbuch und zugleich eine spannende und amüsante Erzählung dar.

 

Marokkanerle nannte man in der Nachkriegszeit Kinder, die Verbindungen einheimischer Frauen mit marokkanischen Soldaten der französischen Besatzungsarmee entsprangen und oftmals ganz besonders hübsch waren.

 

Ein solches Marokkanerle, entschlossen, nach ihrem Vater zu suchen, ist die große Liebe eines jungen Tirolers.

 

Aber durch eigene Schuld verliert er sie schon nach kurzer Zeit wieder.

Sie flieht sie vor ihm ins Ausland. Diese Schuld quält ihn ein Leben lang.

 

Und sie veranlasst ihn, Marokko immer wieder zu bereisen, stets in der Hoffnung, dort sein Marokkanerle wiederzufinden.

 

Und die Suche hat Erfolg, aber erst, nachdem beide schon alt geworden sind. Nur, brennt die Flamme der gegenseitigen Liebe noch?

 

Auch andere lassen sich von seiner Begeisterung für Marokko begeistern, darunter ein Student, der das Land mit dem Fahrrad bereist und sich regelmäßig per Internet meldet. Hier ein kurzer Textauszug:

 

"Am zehnten Dezember erschien in Klausis Blog die Jubelmeldung, er sei vorgestern in Tanger angekommen.

Und sofort habe er mit der von Monika gerühmten marokkanischen Gastfreundschaft Bekanntschaft gemacht.

 

Als Erstes habe ich mich, schrieb er, in ein kleines Restaurant gesetzt, um meinem Magen etwas Gutes zu gönnen.

Der Kellner war von meiner Tour so beeindruckt, dass er jedem davon erzählte.

 

Daraufhin luden mich zwei Männer am Nachbartisch ein, ihre Pizza mit ihnen zu teilen, und bezahlten dann mein eigenes Essen gleich mit.

 

Danach drückte mir ein anderer Mann, einfach so, einen Fünfzigdirhamschein, das sind fast fünf Euro, in die Hand, damit ich mir etwas zu essen kaufen könne.

 

Dass ich schon reichlich satt war, schien ihn herzlich wenig zu interessieren.

 

Der Kellner bot mir schließlich an, im Restaurant zu übernachten. Das sei kein Problem, weil fast jedes Restaurant seinen eigenen Nachtwächter habe.

 

Gestern sah ich mir die Stadt genauer an und traf zwei andere Radfahrer, die ähnlich bepackt waren wie ich, ein französisches Ehepaar, Roger und Vivette.

 

Sie waren soeben mit der Fähre aus Spanien angekommen. Wir verstanden uns sofort und beschlossen, fürs Erste zusammenzubleiben.

 

Und stellt euch vor: Kurz danach stießen wir auf einen aus Nigeria stammenden Londoner namens Effe, der, ebenfalls per Rad, in seine alte Heimat unterwegs ist. Jetzt sind wir also zu viert.

 

Da sage noch einer, mein Unternehmen sei eine Schnapsidee. Bekanntschaft habe ich aber auch gemacht mit einer Armut, die einem pausenlos ausgemergelte Hände entgegenstreckt. Über die möge man, bitte schön, das Füllhorn des europäischen Reichtums ausgießen.

 

Klausis nächster Blog, geschrieben in Fes, erschien ausgerechnet am Heiligen Abend, um allen seinen Lesern frohe Weihnachten zu wünschen.

 

Und was hatte er zu berichten? Er habe so viel Minztee wie noch nie in seinem Leben getrunken, keinen einzigen Supermarkt gesehen und erkannt, dass es auch in Afrika schlechtes Wetter gibt und dass sich das Leben in Marokko total vom Leben in Europa unterscheidet.

 

Die Verschleierung der Frauen, so Klausi, ist ja nun mittlerweile auch bei uns kein ungewohnter Anblick mehr.

 

Daneben gibt es aber vieles, woran man sich erst gewöhnen muss.

So geht die Ungleichbehandlung von Mann und Frau weit über das Kopftuch hinaus.

 

In Restaurants und Teehäusern sind zum Beispiel ausschließlich Männer zu sehen, die wasserpfeiferauchend ihre Zeit totschlagen, während die Frauen vermutlich daheim fleißig werken.

 

Übrigens habe ich noch keine Frau gesehen, die raucht.

Für Männer gilt das Gegenteil, offenbar als Ersatz für den von der Religion verbotenen Alkohol.

 

Die Mentalität der Marokkaner ist vor allem gekennzeichnet durch Offenheit, Herzlichkeit, Neugier und überwältigende Gastfreundschaft.

 

Das merkt man, kommt mir vor, als Fahrradreisender besonders.

Kaum jemand, der nicht winkt, hupt oder ruft, wenn wir mit unseren Rädern vorbeifahren.

 

Kinder laufen am Straßenrand mit und freuen sich, wenn wir anhalten und sie unsere Räder begutachten lassen.

 

Häufig werden wir eingeladen, einen Tee zu trinken, etwas zu essen oder gar zu übernachten.

 

Das Bewegende dabei ist, dass diese Menschen meist selbst nicht viel zum Leben haben.

 

Vielfach besitzen sie nur eine einfache Hütte ohne fließendes Wasser, und trotzdem haben sie für einen Gast, einen Fremden, immer einen heißen Tee oder ein Stück Brot übrig."

 

Karl Plepelits: "Unterwegs in Marokko. Reiseroman" (Iatros-Verlag, Potsdam, 194 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-86963-381-7).

 

 

 






 

 

made4Travel Reisenews, Reiseartikel und Reiseberichte
News & Artikel
 + Reisen  + Afrika  + Asien  + Europa  + Spanien  + Indischer Ozean  + Nordamerika  + Südamerika  + Flüge  + Reisetipps  + Reiseberichte 
 Kontakt | Impressum | Datenschutz | Allg. Nutzungsbedingungen |© 2006-2018
www.made4Travel.de