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Freitag 12. August 2016
Kategorie: Familienurlaub, Reisetipps

Unterwegs mit Kindern - Kinderrucksack packen und richtig tragen


Entspannen, die Seele baumeln lassen und den Alltag einfach einmal für ein paar Tage oder auch Wochen ausblenden - für viele ist dies der Inbegriff von Urlaub.


Mit der richtigen Ausrüstung können Kindern sogar an hochalpinen Wanderungen teilnehmen.

Mit der richtigen Ausrüstung können Kindern sogar an hochalpinen Wanderungen teilnehmen.

 

Wer allerdings Kinder hat, der weiß, dass dies nicht immer einfach so möglich ist. Kinder möchten nicht stundenlang am Strand liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Kinder möchten unterhalten werden, etwas erleben und Ausflüge unternehmen - wenn auch nur zum nächsten Kinderspielplatz.

 

Das Kind als Selbstversorger

 

Ausflüge sind in der Regel für Kinder immer aufregend. Oftmals wissen sie nicht, was auf sie zukommt, wo genau die Reise hingeht und was sie dort erleben werden. Selbst wenn es sich nur um einen Tagesausflug handelt, kann dies bei Kindern schon ordentliche Aufregung auslösen, sodass sie einen Tag vorher schon nicht schlafen können - die Vorfreude auf den Zoo, den Freizeitpark oder auch das kindgerechte Museum ist schlicht und einfach riesig.

 

Oft reden Kinder dann den gesamten Tag davor von nichts anderem mehr und die stolzen Eltern freuen sich, dass sie ihrem Kind eine Freude bereiten können.

Eine weitere Freude kann dem Kind aber auch gemacht werden, wenn ihm eine gewisse Verantwortung auf diesem Ausflug oder der Reise übertragen wird. Und wie könnte das besser geschehen als mit dem eigenen Kinderrucksack? Mama hat schließlich auch ihre Handtasche, in der sie ihre wichtigen Dinge transportiert und Papa hat bei Ausflügen oftmals seinen eigenen Rucksack mit Getränken und Snacks dabei. Bei der Erlebnisreise haben die Eltern natürlich auch ihre Koffer. Da fühlt sich das Kind gleich viel erwachsener, wenn es selbst ebenfalls seine wichtigen Gegenstände in einem eigenen Rucksack transportieren darf. Seien es nun die Snacks auf dem Tagesausflug oder aber das liebste Kuscheltier, ein bisschen Spielzeug und ein T-Shirt zum Wechseln für die Urlaubsreise.

 

Sicherlich: Der Rucksack sollte keinesfalls zu voll geladen und somit zu schwer werden, denn das Kind soll beim Tragen ja auch noch Spaß haben und es soll sich nicht zu einer Qual entwickeln. Notfalls wären natürlich noch die Eltern da, die dem Nachwuchs die Last abnehmen, aber der Spaß an der Sache soll schließlich das Selbsttragen sein.

 

Erlebnispfade und das Entdecken der Natur sind für Kids eine tolle Abwechslung.

Erlebnispfade und das Entdecken der Natur sind für Kids eine tolle Abwechslung.

Die Vorteile eines Kinderrucksacks liegen dementsprechend klar auf der Hand:
  • Das Gefühl von Eigenverantwortung - Das Kind hat das Gefühl, etwas Wichtiges zum Ausflug beizutragen und selbstständig zu sein. Nicht die Eltern tragen seine Sachen, sondern es selbst.
  • Nutzung als Sammelbehältnis - Kinder haben den Drang dazu, auf Ausflügen kleine Souvenirs mitzunehmen: Steine vom Feldweg, Muscheln vom Strand oder Tannenzapfen aus dem Wald. Mit dem eigenen Rucksack haben sie somit gleich eine Möglichkeit, ihr Sammelgut zu verstauen und müssen nicht darauf achten, dass die Eltern dies auch ja in ihren Rucksack oder ihre Tasche packen.
  • Einbindung in die Vorbereitung - Wenn Kinder im Haushalt sind, sind Reise- und Ausflugsvorbereitungen oft sehr stressig. Der Nachwuchs ist aufgeregt und fängt bald an zu quengeln, wann es denn nun endlich losgehen würde. Diesem Problem kann leicht entgegen gewirkt werden, indem das Kind beim Packen mit einbezogen wird: Nämlich indem es seinen eigenen Rucksack packen darf.

 

Welcher Rucksack eignet sich als Kinderrucksack?

 

Kinderrucksäcke zeichnen sich natürlich nicht nur durch ihre kindgerechten Motive und Farben aus. Ein Kinderrucksack muss auch bequem zu tragen und nicht gesundheitsschädlich sein.

Am besten sind da Rucksäcke, die sich auch für die Schule eignen. Nicht nur, weil der Rucksack dann nicht nur alle paar Wochen oder Monate zum Einsatz kommt, sondern weil solche Rucksäcke in der Regel auch besonders gut für Kinderrücken geeignet sind, ergonomisch geformt sind und diese nicht zu sehr belasten.

 

Eltern sollten also darauf achten, dass der entsprechende Rucksack am besten über einen gepolsterten Beckengurt und einen höhenverstellbaren Brustgurt verfügt. Ein atmungsaktives Rückenpolster ist ebenfalls sinnvoll sowie ein mitwachsendes Trägersystem. Das A und O bei einem Kinderrucksack ist also die Ergonomie und die rückenschonende Tragbarkeit, sowohl für die Schule als auch bei einem Ausflug. Nach den gesundheitlichen Aspekten folgt natürlich auch die Funktionalität. Das heißt, mehrere Fächer wären von Vorteil, sodass sich die Brotdose nicht in dem sonstigen Ausflugs- bzw. Reisegepäck verliert.

 

Was in den Kinderrucksack kommen kann

 

Wie bereits erwähnt, sollte der Rucksack für das Kind natürlich nicht zu schwer beladen werden. Je nachdem, wo es hingeht, finden unterschiedliche Dinge ihren Weg in den Rucksack. Geht es auf Urlaubsreise, so kann er gerne mit solchen Sachen beladen werden, die auf der Reise benötigt werden - zum Beispiel ein Malbuch, Stifte, ein Kuscheltier, eine Regenjacke oder auch Zahnbürste und Co. bei einer eventuellen Zwischenübernachtung.

 

Wird der Rucksack dann für einen Tagesausflug genutzt, ist es sinnvoll ihn mit folgenden Gegenständen zu packen:

✔ der eigene Proviant - ein Brötchen oder Brot, eine Dose mit geschnittenem Obst oder ähnliches

✔ eine Trinkflasche

✔ eigener Fotoapparat und/oder Fernglas

✔ Regen- oder Windjacke

✔ eine Packung Pflaster - wenn das Kind sich doch mal weh tut, weiß es, dass es selbst die nötigen Utensilien zum Verarzten dabei hat

✔ Wanderkarte, Kompass - auch das Handy sollte bei den bereits etwas älteren Kids im Notfall zur Hand sein

 

All dies ist nicht zu schwer für ein Kind, vermittelt aber das Gefühl, wichtige Dinge bei sich zu tragen. Natürlich ist aber auch das Alter des Kindes davon abhängig, was in den Rucksack kommen kann und wie schwer dieser beladen werden darf. Nicht zuletzt wird der Nachwuchs im Laufe seines Kindergarten- und Schulalltags aber auch immer wieder einmal ohne die Eltern unterwegs sein, in diesem Fall ist eine gute Vorbereitung ebenfalls Gold wert.

 

Abbildung 1: Commons.wikimedia.org ©Mgloor CC BY-SA 3.0

Abbildung 2: Commons.wikimedia.org ©Lorenz Kerscher CC BY-SA 3.0

 

 

 

 






 

 

 

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